Alle Kinder-Vorsorgeuntersuchungen U1 bis J1 im Überblick: Der komplette Eltern-Guide

Das Wichtigste in Kürze
- 11 Pflicht-Termine von der Geburt bis 5 Jahre. Plus U10, U11 und J1. (G-BA, 2024)
- Bei U1 gehen 99,7 Prozent hin. Bei J1 nur noch die Hälfte. (RKI)
- Bayern, Hessen, BaWü: Termin verpasst, Praxis meldet ans Amt. Rest: nur Erinnerung. (Bundestag)
- U8 mit 4 Jahren findet bei jedem Dritten Sprach-Auffälligkeiten. Bei jedem Zehnten Hörprobleme. (BVKJ, 2023)
- Beobachtungen aus 7 Tagen mitbringen schlägt jede 12-Minuten-Untersuchung. Unsere Tabelle zeigt, was wann geprüft wird.
Du sitzt mit deinem Baby im Wartezimmer der Kinderarzt-Praxis. Das gelbe U-Heft auf dem Schoß. Du weißt nicht so genau, was gleich passiert. Hauptsache, der Kinderarzt sagt am Ende: alles in Ordnung.
So machen es die meisten Eltern. Termin wahrnehmen, Heft abstempeln lassen, weiter. Was die wenigsten wissen: die 12 Minuten in der Praxis sind nicht der wichtigste Teil der Vorsorge. Der wichtigste Teil bist du. Du siehst dein Kind 24 Stunden täglich — die Ärzt:in sieht es 12 Minuten alle paar Monate. Deine Beobachtung ist Diagnostik-Material.
Trotzdem bringt fast keine Mama strukturierte Beobachtungen in den Termin mit. Niemand sagt einem das. In Eltern-Ratgebern stehen die U-Untersuchungen als Pflicht-Termine: Datum, Stempel, fertig. Die echte Information — was wird geprüft, was misst der Test, was bedeutet das — bekommen Eltern nicht.
Dieser Guide ändert das. Komplette Übersicht über alle 11 U-Untersuchungen plus U7a und J1, was jeweils gemessen wird, welche standardisierten Tests zum Einsatz kommen, was du als Mama vorbereiten kannst und was passiert, wenn etwas auffällig ist. Mit Tabelle, mit Schwellenwerten, mit Bundesland-Karte.
Die komplette Übersicht: U1 bis J1
Die Reihenfolge ist deutschlandweit gleich, die Zeitfenster auch. Die Inhalte der einzelnen Us sind im G-BA-Kinder-Richtlinie geregelt — das ist verbindlich für alle Kinderärzt:innen. Hier die Übersicht mit den Hauptprüfungs-Bereichen:
Wichtig zur Tabelle: jede U hat ein Toleranz-Fenster. Wer den Termin innerhalb dieses Korridors wahrnimmt, wird voll erstattet. Wer zu spät kommt, zahlt selbst — es sei denn, die Kasse macht Kulanz. Bei der U2 sind das die ersten 14 Tage, bei der U9 bis zum 66. Lebensmonat (Quelle: G-BA Kinder-Richtlinie).
Säuglings-Zeit: U1 bis U3
Die ersten drei Untersuchungen passieren konzentriert in den ersten 5 Lebenswochen. Sie sind die kritischste Phase der medizinischen Früherkennung — hier werden angeborene Erkrankungen aufgespürt, die später nicht mehr behandelbar wären.
U1 direkt nach der Geburt: APGAR-Score in den Minuten 1, 5 und 10 (prüft Atmung, Puls, Muskeltonus, Aussehen, Reflexe), Nabelschnur-pH, Pulsoxymetrie für Herzfehler-Screening am 2. Tag, Vitamin K. Ab Mai 2026 wird das Neugeborenen-Screening um Vitamin-B12-Mangel und drei weitere Stoffwechsel-Krankheiten erweitert (Quelle: G-BA Pressemitteilung Mai 2025).
U2 zwischen 3. und 10. Lebenstag: erste komplette Kopf-bis-Fuß-Untersuchung beim Kinderarzt. Stoffwechsel-Screening über Fersenblut testet auf etwa 14 seltene angeborene Krankheiten. Neugeborenen-Hörscreening (TEOAE oder AABR-Verfahren). Mukoviszidose-Test. Zweite Vitamin-K-Gabe.
U3 in der 4. bis 5. Lebenswoche: Hüft-Sonografie nach Graf zur Früherkennung von Hüftdysplasie. Trinkverhalten, Reflexe, Augen-Untersuchung. Beratung zu Vitamin D und Fluorid. Erste Impf-Beratung. Teilnahme-Quoten der ersten drei Us liegen bei über 99 Prozent (Quelle: RKI KiGGS Welle 2).
Erstes Jahr: U4 bis U6
Mit der U4 verschiebt sich der Fokus. Statt akute Erkrankungs-Früherkennung steht jetzt Entwicklung im Mittelpunkt: Motorik, soziale Interaktion, erste Lautäußerungen.
U4 im 3. bis 4. Lebensmonat: Kopfkontrolle in Bauchlage, Greifreflex, soziales Lächeln, erstes Babbeln. Sinnesorgane werden geprüft. Erste Impfungen stehen an (Sechsfach-Impfstoff plus Rotaviren und Pneumokokken).
U5 im 6. bis 7. Lebensmonat: Drehen vom Rücken auf den Bauch, Sitzansatz, Greifen mit beiden Händen, Augen-Koordination. Erste Zahn-Beratung. Soziale Reaktionen werden differenzierter (Fremdeln startet im Anflug).
U6 im 10. bis 12. Lebensmonat: Mobilität (Krabbeln, Stehen, erste Schritte), Pinzettengriff, erste zielgerichtete Wörter (Mama, Papa). Reaktion auf Geräusche, einfache Aufforderungen verstehen. Dies ist die erste systematische Sprach-Bewertung.
Kleinkind-Phase: U7 und U7a
Hier kommt die Sprachentwicklung als Diagnostik-Schwerpunkt. Bei der U7 wird zum ersten Mal ein Cut-off-Wert angewendet: weniger als 50 aktive Wörter und keine Zwei-Wort-Sätze mit 24 Monaten gelten als Late-Talker-Indikator.
U7 im 21. bis 24. Lebensmonat: Sprache (Wortschatz, Zwei-Wort-Sätze, Verständnis), Motorik (Treppensteigen, Werfen), soziale Reife (Trotz-Anzeichen, Selbstständigkeit). Standardisiertes Instrument: SBE-2-KT — ein Eltern-Fragebogen mit 57 typischen Wörtern, an dem du selbst abhakst was dein Kind aktiv nutzt. Score unter 13 Punkten heißt: Verdacht auf Sprachentwicklungsstörung (Quelle: PH Heidelberg, Sachse).
U7a im 34. bis 36. Lebensmonat: hier kommt der ET6-6R zum Einsatz — ein systematischer Entwicklungstest mit 7 Subskalen (Körpermotorik, Handmotorik, Zeichnen, Kognition, Sprache, Sozialverhalten, Emotionsregulation). Entwickelt von Petermann und Macha an der Universität Bremen. Die U7a wurde erst 2008 eingeführt — viele Mütter wissen nicht, dass es sie gibt (Quelle: G-BA Beschluss 674).
U7a mit 3 Jahren steht an? Was der ET6-6R wirklich misst
Sieben Entwicklungsbereiche, ein standardisierter Test, 30 bis 45 Minuten Termin. Mit Selbsttest, ET6-6R-Subskalen-Erklärung und 3-Wochen-Vorbereitungs-Plan vor dem Termin.
Vorschul-Phase: U8 und U9
Die U8 und U9 fokussieren auf alles, was für die Schulreife relevant ist: Seh- und Hörvermögen, komplexerer Satzbau, soziale Reife, Konzentrationsspanne.
U8 im 46. bis 48. Lebensmonat (mit 4 Jahren): standardisierter Sehtest zur Erkennung von Sehfehlern und Schielen (oft via Lea-Symbole oder Vier-Bilder-Test) und Hörtest. Sprachprüfung mit komplexem Satzbau, Erzählkompetenz. Sauberkeitsstand, Motorik (Einbeinstand, Hüpfen), Impf-Status. Diese U ist diagnostisch besonders ergiebig — 37 Prozent Sprach-Auffälligkeiten und 10 Prozent Hör-Probleme werden hier erstmals erfasst (Quelle: BVKJ-Studie 2023).
U9 im 60. bis 64. Lebensmonat (mit 5 Jahren): umfassender Schulreife-Blick. Grob- und Feinmotorik, Sprache, kognitive Reife, soziale Interaktion, Wirbelsäule, Haltung. Sehtest und Hörtest werden vertieft. Impf-Status wird komplettiert. Letzte U vor der Schule — je nach Befund kann hier eine Empfehlung zur Zurückstellung oder zum Förderbedarf ausgesprochen werden.
Schulreife mit 5: was dein Kind wirklich können sollte
Was die U9 prüft, was die Schuleingangsuntersuchung später nochmal abfragt, und welche 10 Anzeichen du selbst zu Hause checken kannst — mit Score-Logik und konkreter Handlungsempfehlung.
Schulkind und Jugend: U10, U11, J1
Mit Schulbeginn ändert sich das Vorsorge-System. U10 und U11 sind keine GKV-Regelleistung — werden aber von vielen Kassen (TK, AOK, BARMER, KKH) als Mehrleistung übernommen. Check bei deiner eigenen Kasse, ob sie zahlt.
U10 mit 7 bis 8 Jahren: Lese-, Schreib- und Rechenschwäche (LRS, Dyskalkulie), ADHS-Screening, Schul-Probleme, Übergewicht, Verhalten. Die Teilnahme-Quote ist dramatisch niedriger — in Hamburg sank sie zwischen 2019 und 2023 von 35 auf 26 Prozent (Quelle: AOK Hamburg).
U11 mit 9 bis 10 Jahren: ähnliche Schwerpunkte, plus erste Medien- und Sucht-Beratung, Skoliose-Vorläufer-Erkennung.
J1 mit 12 bis 14 Jahren: erste Jugend-Untersuchung, GKV-Regelleistung. Pubertäts-Stadien, Körperbild, Sexualität und Verhütung, Drogen, psychische Gesundheit, Impf-Status (besonders HPV). Wichtig zu wissen: ab J1 gilt die ärztliche Schweigepflicht auch gegenüber den Eltern. Dein Kind kann allein zur J1 gehen und Themen besprechen, die du nicht erfährst.
Bei U1 nehmen 99,7 Prozent teil. Bei J1 weniger als 50 Prozent. Das Vorsorge-System bricht in der Pubertät zusammen — genau wenn psychische und soziale Themen relevant werden.
Was, wenn du eine U verpasst?
Hier ist es regional ernst. In Bayern, Hessen und Baden-Württemberg melden die Kinderarzt-Praxen das Versäumnis automatisch ans Gesundheitsamt. Das Amt schreibt dir, fordert dich auf, den Termin nachzuholen. Wenn du nicht reagierst: angekündigter Hausbesuch. Bei wiederholter Verweigerung wird das Jugendamt einbezogen zur Kindeswohl-Prüfung (Quelle: Wissenschaftlicher Dienst Bundestag WD-3-143-14).
In allen anderen Bundesländern gibt es Erinnerungs-Systeme. Du bekommst Briefe von Krankenkasse oder Gesundheitsamt, die dich an verpasste Termine erinnern — aber keine Meldepflicht. Trotzdem gilt: Kita-Anmeldungen verlangen oft ein vollständiges U-Heft. Wer fehlende Stempel hat, kann bei der Anmeldung Probleme bekommen.
Praktisch: wenn der Termin im Toleranz-Korridor liegt (typischerweise plus 2 Wochen bis 4 Monate), zahlt die Kasse normal. Außerhalb des Korridors: Praxis kann die Untersuchung trotzdem durchführen, aber als IGeL-Leistung — das zahlst du dann selbst.
Was du als Mama in jeden Termin mitbringen solltest

Drei Sachen machen den Unterschied zwischen einem 12-Minuten-Pflicht-Termin und einer echten Diagnostik:
- Beobachtungs-Notizen aus den 7 Tagen vor dem Termin. Notiz-App auf, jeden Abend drei Beobachtungen: was kann mein Kind heute neu? Was klappt nicht? Wie lange dauerte der letzte Wutanfall? Welche Wörter sind neu? Diese Notiz ist Diagnostik-Material — nicht dein Bauchgefühl, sondern dokumentierte Beobachtung.
- Konkrete Fragen, die du gestellt haben willst. Was beunruhigt dich? Was möchtest du verstehen? Schreib drei Fragen auf, bevor du in den Termin gehst. Sonst gehst du raus und hast die Hälfte vergessen.
- Das gelbe U-Heft mitnehmen. Selbstverständlich. Plus: die Impfdokumentation. Plus: bei Auffälligkeiten Befunde aus Logopädie, Ergotherapie oder SPZ — die Ärzt:in braucht Kontext.
Sieben Tage vor dem Termin: kleines Notizbuch oder Notiz-App. Jeden Tag drei Beobachtungen in drei Kategorien — Sprache (was sagt es neu? Wie verständlich?), Motorik (was schafft es körperlich?), Soziales (wie reagiert es auf andere Kinder, auf Trennung, auf Frust?). Bring den Zettel mit. Du wirst Muster erkennen, die im 12-Minuten-Termin nie sichtbar wären.
Wenn die U Auffälligkeiten zeigt: was passiert dann?
Die meisten U-Termine enden mit „alles in Ordnung“. Manche nicht. Was die häufigsten Folge-Pfade sind:
Sozialpädiatrisches Zentrum (SPZ). Bei komplexen Auffälligkeiten in mehreren Bereichen (Sprache + Motorik + Verhalten). Das SPZ macht ausführliche Diagnostik mit standardisierten Tests, ärztlicher Beobachtung und multidisziplinärem Team. Wartezeit oft mehrere Monate, in Großstädten auch länger. Pflicht-Leistung der GKV.
Logopädie. Bei Sprachverzögerung. Verordnung durch Kinderärzt:in mit ICD-10-Code F80.x. Wartezeit für Erstdiagnostik aktuell 4 bis 8 Monate in vielen Regionen (Quelle: WIdO Heilmittelbericht 2024 — die Heilmittelverordnungen für Sprachtherapie haben sich in 10 Jahren mehr als verdoppelt).
Ergotherapie. Bei motorischen Defiziten (Stifthaltung, Feinmotorik), sensorischen Verarbeitungs-Themen, Konzentrations-Schwierigkeiten. Auch Wartezeit-Problem.
Augenarzt oder Pädaudiologe. Bei Verdacht auf Sehfehler oder Hörminderung. Diese Untersuchungen sind in der Regel schneller verfügbar als SPZ-Diagnostik.
Wichtig: eine Auffälligkeit bei der U heißt nicht zwangsläufig „Diagnose“. Oft ist es Entwicklungs-Variabilität, die sich mit gezielter Förderung schnell ausgleicht. Die Empfehlung zur weiteren Diagnostik ist Vorsorge, nicht Verurteilung.
Eine App, die mit der U-Reihe mitwächst
Die Themenwelten von sofatutor Kids für 2- bis 6-Jährige decken die Skills ab, die bei U7 bis U9 geprüft werden:
- U7 (Sprache): Wörter-Geschichten und Hörgeschichten, die das Kind aktiv ansprechen statt passiv berieseln.
- U7a (Sprache + Sehen): Memory- und Sortier-Spiele, die fokussiertes Schauen trainieren.
- U8 (Feinmotorik + Konzentration): Mal-Tool, Stift-Spiele, Logikrätsel mit 10-Minuten-Aufmerksamkeit.
- U9 (Schulreife): Wissenschaft-Bereich mit Mengen-Erkennung, Buchstaben-Spiele, mehrstufige Anleitungen.
- Hamster füttern: Belohnungssystem, das Kinder dranbleiben lässt — jedes Spiel füttert den Hamster im Profil.
- Werbefrei + entwickelt mit Pädagog:innen: Kein Algorithmus, kein Autoplay, kein In-App-Käufe.
Bundesland-Karte: wo die U-Teilnahme Pflicht ist
Drei Bundesländer haben verpflichtende U-Untersuchungen mit automatischer Meldung ans Gesundheitsamt: Bayern, Hessen, Baden-Württemberg. Wer dort einen Termin verpasst, bekommt eine schriftliche Aufforderung, dann einen Hausbesuch, dann eventuell Jugendamt-Einbeziehung.
Alle anderen Bundesländer (NRW, Niedersachsen, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Bremen, Saarland, Rheinland-Pfalz, Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein) haben Erinnerungs-Systeme. Krankenkassen oder Gesundheitsamt schreiben dich an, aber keine Meldepflicht der Praxis.
Die soziale Realität: laut RKI-Daten ist die Teilnahme an Us systematisch niedriger bei Familien mit niedrigerem sozioökonomischen Status und bei Familien mit beidseitigem Migrationshintergrund. Das ist nicht moralisch zu werten — es ist Versorgungs-Realität, die die Vorsorge-Pflicht-Diskussion treibt (Quelle: RKI KiGGS Welle 2).
Wann sollte mein Baby zur U-Untersuchung?
U1 direkt nach der Geburt, U2 zwischen Tag 3 und 10, U3 in der 4. bis 5. Lebenswoche, U4 mit 3 bis 4 Monaten, U5 mit 6 bis 7 Monaten, U6 mit 10 bis 12 Monaten, U7 mit 21 bis 24 Monaten, U7a mit 34 bis 36 Monaten, U8 mit 46 bis 48 Monaten, U9 mit 60 bis 64 Monaten (Quelle: G-BA Kinder-Richtlinie). Jede U hat ein Toleranz-Fenster.
Was kostet die U-Untersuchung?
Alle U1 bis U9 plus U7a und J1 sind kassenfinanziert — Pflicht-Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. U10 und U11 sind keine Regelleistung, werden aber von vielen Kassen (TK, AOK, BARMER, KKH) als Mehrleistung übernommen. Check bei deiner eigenen Kasse.
Was passiert, wenn ich eine U verpasse?
Termin so früh wie möglich nachholen. Im Toleranz-Korridor (typischerweise plus 2 Wochen bis 4 Monate) zahlt die Kasse normal. Außerhalb: IGeL-Leistung, du zahlst selbst. In Bayern, Hessen und Baden-Württemberg meldet die Praxis automatisch ans Gesundheitsamt (Quelle: Wissenschaftlicher Dienst Bundestag).
Welche U ist die wichtigste?
Alle sind wichtig — sie bauen aufeinander auf. Aber besonders ergiebig diagnostisch: U2 (Stoffwechsel-Screening, Hörscreening), U7 (Sprach-Cut-off mit SBE-2-KT), U7a (ET6-6R Entwicklungstest), U8 (37 Prozent Sprach-Auffälligkeiten werden hier erstmals erfasst, Quelle: BVKJ-Studie 2023) und U9 (Schulreife-Marker).
Wann ist die U7a und was wird gemacht?
U7a zwischen 34. und 36. Lebensmonat — eingeführt 2008. Hier kommt der ET6-6R Entwicklungstest zum Einsatz: 7 Subskalen prüfen Motorik, Sprache, Kognition, Sozial- und Emotional-Entwicklung. Dauer: 30 bis 45 Minuten (Quelle: G-BA + ZKPR Universität Bremen). Detail im U7a-weiterführender Artikel.
Bis wann sollte mein Kind die J1 machen?
J1 ist zwischen 12 und 14 Jahren vorgesehen, Toleranz-Fenster bis 15. GKV-Regelleistung. Wichtig: ab der J1 gilt ärztliche Schweigepflicht auch gegenüber den Eltern. Dein Kind kann allein zum Termin gehen. Trotzdem teilnehmen lohnt sich: Pubertät, HPV-Impfung, psychische Gesundheit sind Themen, die hier systematisch besprochen werden.
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Quellen dieses Artikels: G-BA Kinder-Richtlinie Stand März 2024 (in Kraft 13.01.2025) · G-BA Pressemitteilung Erweiterung Neugeborenen-Screening Mai 2025 · Robert Koch-Institut KiGGS Welle 2 (Journal of Health Monitoring 4/2018) · BIÖG kindergesundheit-info.de · BVKJ Kinderärzte im Netz · BVKJ + IGES U-Heft-eva-Studie 2023 · Wissenschaftlicher Dienst Deutscher Bundestag WD-3-143-14 · AOK Rheinland/Hamburg Pressemitteilung U10 2024 · LZG Nordrhein-Westfalen Factsheets · PH Heidelberg SBE-2-KT-Handbuch (Sachse) · Hogrefe ET6-6R / ZKPR Universität Bremen · Bundesministerium für Gesundheit Kindergesundheit · WIdO Heilmittelbericht 2024.
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